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Klassisches Rollenverständnis

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Klassisches Rollenverständnis
Ja, ich weiß… ist für Flintenweiber nicht unbedingt ein Thema. Sicher auch ein heikles, aber ich versuche es mal.

Es ergab sich das Gespräch mit einem Bekannten, in dem er offenbarte, dass er eher das klassische Rollenverständnis wünscht. Ich fasse mal mit meinen Worten zusammen:

Er fände z.B. 1,5 Berufstätige in einer Partnerschaft gut, so dass die Partnerin für ihr Taschengeld arbeitet. Sie soll halbe Tage etwas arbeiten, was ihr wirklich Spaß macht, sie erfüllt und wo sie sich selbst verwirklichen kann; und nicht so sehr des Geldes wegen.
Dann kann sie sich den Rest des Tages darüber Gedanken machen, was er gerne mag und worüber er sich freuen würde... (er meint damit keinen Sex!!!!!!) Damit es ihm abends gut geht und er sich mit ihr entspannen kann. Natürlich soll sie die Zeit auch nutzen, um sich selbst zu verwirklichen. Damit sie glücklich und zufrieden ist und sich nicht auf der Arbeit auspowert.

Sie soll sich finanziell damit nicht abhängig machen (er würde das finanzielle derweil auch an sie ausgleichen), sondern rundum glücklich und zufrieden sein. Denn er glaubt nicht, dass das möglich ist, wenn man 8 Stunden am Tag arbeiten "muss". Es sei doch schön, wenn er das Geld verdient und wenigstens einer von beiden abends relativ entspannt ist.

Seine Zusammenfassung: „Ich als Mann hab als Haupternährer zu gelten, der seiner Frau (Familie) ein schönes Leben bieten kann. Die Frau hat zwar auch ihren Job, aber auch die Möglichkeit, sich einerseits selbst zu verwirklichen, andererseits aber auch, bei und mit allem nötigen Respekt und der entsprechenden Anerkennung der Arbeit, die das macht, für die Organisation des gemeinsamen Lebens zu sorgen.“

Ich zitiere ihn an dieser Stelle, weil ich das ein sehr spannendes Thema finde - gerade, weil es ein Flintenweib natürlich erst mal zum Widerspruch geradezu herausfordert! - und ihn deshalb gefragt habe, ob er etwas dagegen hat, wenn wir das hier in diesem Kreise diskutieren.

Er findet das auch spannend, weil auch er wissen möchte, ob er in der Beziehung wirklich zu weltfremd und naiv ist; und ob seine Vorstellung von Partnerschaft irgendwie“ verkehrt“ und nicht mehr zeitgemäß bzw. von Frauen erwünscht ist.


So, ich möchte klar stellen, dass es kein Bekannter von mir wäre, wenn er der Obermacho wäre. Kommentare à la „Was ist denn das für ein Chauvi!“ sind absolut deplaziert!
Ich wünsche mir eine Diskussion, die sich ernsthaft mit dieser Art von Rollenverständnis auseinandersetzt und denke, hier verfügen alle Damen über den geistigen Horizont, das hinzubekommen.

Mir als Vollblut-Flintenweib wäre das nichts. MEHR sage ich erst mal nicht dazu, um eure Meinungen nicht in irgendeine Richtungen zu beeinflussen.
Also: Wäre das eine mögliche Rollenverteilung für euch? Es klingt ja eigentlich wie der Himmel auf Erden. Oder etwa nicht? Hättet ihr Bedenken? Wenn ja, welche?

Silvia

PS: Eine Bitte an die Mods: Bitte setzt den Thread auf öffentlich. So kann - wenn er denn möchte - mein Bekannter hier nicht nur mitlesen, sondern sich auch aktiv beteiligen.
*******na57 
JOY-Angels21.300 Beiträge
Frau
*******na57 JOY-Angels21.300 Beiträge Frau

Nein ! Nie und nimmer !!
Dazu liebe ich meinen Beruf zu sehr, der mehr ist, als ein netter Zeitvertreib, mit dem ich mir das Taschengeld verdiene. Schon während meines Studiums war mir klar, dass mir meine eigene Berufstätigkeit und auch die damit verbundene finanzielle Unabhängigkeit sehr wichtig sein würde - und so habe ich es mein Leben lang gehalten.

Die 18 Monate Erziehungsurlaub, in denen ich wegen jeder Socke, die ich mir kaufen wollte, von meinem Mann abhängig war, haben mir gereicht.

Als meine Ehe dann doch zerbrach, stand ich sofort auf eigenen Füßen und brauchte nicht lange um Unterhalt und Unterstützung zu kämpfen. Jetzt ist mein Kind aus dem Haus und ich habe eine Tätigkeit, die ich liebe, die mir Spaß macht und die mich ausfüllt.

Also, Dein Bekannter kann sich das gerne wünschen und hoffen, dass er eine Frau findet, die das auch so sieht.

Aber sie soll sich bewusst sein, dass sie damit in eine gewisse Abhängigkeit gerät - und wenn man mit um die 50 alleine da steht, ist das mit dem Ganztagsjob, von dem frau leben kann, auch nicht mehr so einfach. Von der Altersvorsorge mal ganz zu schweigen.
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Die Finanzen
Nun, ich weiß, es war ein langer Text, deshalb ist das vielleicht untergegangen:

Er würde ihr natürlich den finanziellen Ausgleich zahlen! Sie wäre also nicht finanziell abhängig und müsste auch nicht wegen jeder Socke betteln.

Die Altersversorgung im Falle einer Trennung ist aber natürlich in dem Modell unberücksichtigt, da hast du recht.
*******na57 
JOY-Angels21.300 Beiträge
Frau
*******na57 JOY-Angels21.300 Beiträge Frau

Betteln
musste ich auch nicht. Aber es war sein Geld und ich kam mir dann doch abhängig vor.

Auch, wenn ich die Hauptarbeit mit dem Baby und Kleinkind und Haushalt hatte ... und selbst, wenn er Millionär gewesen wäre und wir das Erziehungsgeld nicht auch zum Leben gebraucht hätten --- für mich wäre das nichts !
**********Adept 
Gruppen-Mod12.662 Beiträge
Mann
**********Adept Gruppen-Mod12.662 Beiträge Mann

Öffentlich
Dem Wunsch der TE entsprechend wurde das Thema auf ÖFFENTLICH gestellt .

LG Stefan ModTeam
*******gedy 
913 Beiträge
Frau
*******gedy 913 Beiträge Frau

sagen wir mal so...
wenn er es abends (nach harter arbeit) auch prima findet gemeinsam zu kochen, abend zum einkaufen mitkommt und samstags eine cd durch die buden hallen lässt während man gemeinsam mit lappen durchs haus wuselt und aufräumt - ja dann (gib mir seine telefonnummer)

ich bin nen pseudo-flintenweib - ich hasse putzen und liebe streitgespräche über gott und die welt.

aber nen flintenweib bin ich nicht. mein mann hatte ne firma - dort hatte ich nen büro. wenn ich mal keine lust hatte, bin ich daheim geblieben und hatte offiziell nen termin - aber wenn es hart war, sind wir bis spät in die nacht gemeinsam in der firma gesessen.

finanziell war er der versorger. versicherungen, strom, wasser, gas hab ich gezahlt - er den rest

wir waren uns einig. das alles ist prima, solange beide gleicher meinung sind und man zu zweit ist.
mein mann ist gestorben und jetzt sehe ich deutlich, dass ich doch ziemlich verwöhnt war. dass ich zwar keinen versorger haben möchte, aber allein doch nicht wirklich zurecht komme.

hmm...
***ia 
3.106 Beiträge
Frau
***ia 3.106 Beiträge Frau

Grundsätzlich
Eine nicht mal blöde Vorstellung für mich als Frau, mich nicht mehr unbedingt auf die nun wirklich manchmal stressige Arbeitswelt zumindest teilweise zu verzichten und mich nun meinen Hobbies und
Haus und Garten widmen zu können..
Wäre da nicht.....
...die Abhängigkeit in die Frau sich begiebt
...die mangelnde Bestätigung
...die Gefahr "den Arsch nicht hochzubekommen" und mehr in den Tag hinein zu leben...dazu kann ich mich zu gut...
...Nun, ich bin 53 muss mich nicht mehr beweisen, als jüngere Frau würd ich sowieso nein, Danke sagen.
Frag ihn doch mal, wie es ihm umgekehrt ginge, wenn eine Frau das von ihm erwarten würde.

Ich denke für mich wäre der wichtigste Grund die Abhängigkeit.....natürlich ausgehend von meiner persönlichen Situation.
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Abhängigkeit
Wo genau seht ihr die Abhängigkeit?

Oder ist es die "gefühlte" ABhängigkeit? Die ja auch durchaus ihre Berechtigung hat.
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@MissTragedy
Er kann hier mitlesen und auch CMs schreiben... und ist sicher Mann's genug, dir seine Telefonnummer selbst zu schicken, wenn er das mag. *smile*
Also: ins Postfach schauen. *g*
*******na57 
JOY-Angels21.300 Beiträge
Frau
*******na57 JOY-Angels21.300 Beiträge Frau

Abgesehen
von der tatsächlichen finanziellen Abhängigkeit ( hängt natürlich davon ab, wie hoch das "Taschengeld" ist, das ich verdienen würde) ist es sicher auch eine gefühlte Abhängigkeit.

Ich war schon als Kind von dem Gedanken entsetzt, dass ich vielleicht wie meine Mutter die klassische Hausfrauenehe leben sollte ... genau wie sie, hasse ich Hausarbeit. Ich wollte studieren und was lernen und ein eigenes Leben haben - ganz kleines Flintenmädchen, wollte ich Piratin werden. *guerilla*

Dein Bekannter klingt nicht wie ein die Frau unterdrückender Macho, ich sehe das so, dass er denkt, der Frau einen Gefallen damit zu tun.

Aber für mich wäre das nichts.
**********sgard 
16 Beiträge
Frau
**********sgard 16 Beiträge Frau

Nein
Für mich wäre das auch nichts.
Man fühlt sich doch abhängig vom Mann.
Und wenn es dann doch auseinander geht, hat Frau das Nachsehen mit Job und Rente. Da schließe ich mich den anderen an.
Möchte er gerne der Held sein, der Frau zu Füßen liegt? Sie soll entspannt sein, damit sie für ihn da sein kann? Warum nicht er für mich?
Die Rollenverteilung anders herum zu diskutieren ist ein sehr guter Ansatz.

Der HeisseFeger
**********sgard 
16 Beiträge
Frau
**********sgard 16 Beiträge Frau

Es ist das Gefühl wieder in die klassische Rolle und Abhängigkeitsverhältnis geschoben zu werden.
Meine Mutter hat sich viele Sachen nicht gegönnt, weil mein Vater der Meinung war, für so etwas wird kein Geld ausgegeben.
ich habe mein Job, mein Geld und die Entscheidung was ich damit mache, ohne jemanden fragen zu müssen. Und Taschengeld ist ein blödes Wort.
Taschengeld bekommen Kinder.
*******gedy 
913 Beiträge
Frau
*******gedy 913 Beiträge Frau

grins...
das war nen witz - ich bin glücklich...

was ich sagen will:
solange es beiden gefällt und kein "das hemd ist nicht gebügelt!!!" aus dem schlafzimmer dröhnt, ist das nice...

aber diese frauen (und ich auch) laufen gefahr, allein nicht zurecht zu kommen - und das ist schmerzhaft
***ia 
3.106 Beiträge
Frau
***ia 3.106 Beiträge Frau

Auch wenn er es finanziell an sie ausgleicht...so lange es gut läuft, wird sie in ihrer Arbeit nicht so voran kommen, wie sie es könnte, wenn sie sich voll auf ihren Job konzentrieren könnte....
Woran kaum einer denken mag....was ist, wenn es auseinander geht...und das Alter kommt in dem man dann auf Rente angewiesen ist......sind die Beiden nicht verheiratet sieht es wohl ziemlich mau bei der Frau aus....nur so Gedanken....
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So schlecht wäre es nicht, etwas weniger arbeiten zu müssen.
Mal auch was für sich tun können ohne das man KO ist von der Arbeit.
Es würde genug geben was ich gerne mal machen würde aber wofür ich nie Zeit und Energie habe.

Immer nur auf die Rente schauen ist auch nicht alles .
Da ist wohl jeder anders aber schaffen, schaffen wie der Schwabe sagt kann auch schiefgehen.

Rente und dann umfallen.
Warum nicht wenn der Rest passt und man sich sicher ist das es gutgeht.
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Ich nenne mal die Punkte, die mich von so einer Partnerschaft abhalten würden:

Ich hasse Hausarbeit (und bin damit hier wohl in guter Gesellschaft). Meine Elternzeit war recht kurz (6 Monate), dann musste ich wieder arbeiten gehen, weil ich sonst durchgedreht wäre. Das liegt aber sicher daran, dass ich mich nie als Mutter gesehen oder definiert und Kinder geplant hatte.

Natürlich ist es angenehm, Teilzeit zu arbeiten, ganz besonders, wenn man kleine Kinder hat. Aber das wirkt sich auf die Rente aus und die ist ja schon eine Katastrophe, wenn man Vollzeit arbeitet. Um wirkliche finanzielle Unabhängigkeit zu gewähren, müsste also auch an der Stelle ein Ausgleich stattfinden.

Auf die Rente schauen, mag nicht alles sein, aber es nicht zu tun, ist Vogel-Strauß-Politik und wird sich bitter rächen, wenn es mal soweit ist.
Denn auch wenn ich erst mal davon ausgehe, dass eine Beziehung nicht scheitert... die Statistik (und in meinem Fall die Erfahrung) spricht dafür, sich darauf nicht wirklich zu verlassen.

Das Argument der Unselbständigkeit kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen. In meinem Job erlebe ich es ganz oft, dass Witwen zu mir kommen und von den finanziellen Dingen keine Ahnung haben. Die wissen oft nicht einmal, wie man eine Überweisung ausfüllt, sind in elementaren Dingen schlicht lebensuntüchtig und müssen alles neu lernen! Natürlich war es bis dahin ganz bequem... aber das Erwachen ist oft traumatisch!

Und dann etwas, das für mich persönlich ganz wichtig ist: Ich brauche das Gefühl von Freiheit wie die Luft zum Atmen. Auch wenn es nicht so ist, ich hätte immer das flaue Gefühl im Bauch, ein Stück von mir zu verkaufen.

Integrität ist da ein ganz wichtiges Stichwort. Wenn ich für mich selbst sorge, mein eigenes Geld verdiene, dann kann ich bestimmen, ob ich bleibe oder gehe.
Dafür nehme ich gelegentliche Überforderung und gewisse Unbequemlichkeiten in Kauf.

Egal wie: beide Lebensmodelle haben ihren Preis.
***ia 
3.106 Beiträge
Frau
***ia 3.106 Beiträge Frau

Wenn ich mir die Freundinnen meiner Söhne (25 und 26) anschaue, die haben beide studiert, wollen in ihren Beruf arbeiten und Erfolg damit haben... sie würden wohl eine Zeit lang aussetzen, wenn denn Kinder da sind, aber das würden meine Söhne auch...
Klassische Rollenverteilung ist da nicht wirklich Thema...

So sehr das für mich jetzt reizvoll klingen mag....immer ausgehend von meiner Situation....würde ich es trotzdem nicht wollen, dazu bin ich wohl zu sehr Flintenweib...
*******gedy 
913 Beiträge
Frau
*******gedy 913 Beiträge Frau

das planen flintenmädchen ja nicht...
studieren, arbeiten und erfolg haben - das haben wir uns alle gewünscht...
kinder sind die zerreißprobe - wer ist zuständig?

ich hab 4 kinder bekommen - da ist die wäsche schon nen tagesjob (auch ohne bügeln)

ich weiß gar nicht, wie ich es erklären soll - du rutscht da rein...
schwanger - baby - wieder schwanger - wieder baby - kindergarten und krabbelgruppe - ein leben mit griesbrei und windeln - frauen um dich, die kuchenrezepte tauschen - dein mann will, dass du arbeitest - bietet dir die möglichkeit - das ist perfekt - die firma wächst - ihr habt spaß - aber wieder baby und zack gleich nochmal - ich war meinem mann wirklich dankbar, dass ich arbeiten konnte - ich wäre irre geworden - aber vollzeit war nicht drinn

in meinem fall konnten wir genau abstimmen, was wichtiger ist (das hat man in nem fremd-chef nicht) - familienabgestimmte gleitzeit - anders wäre es nicht gegangen - aber abgesichert war ich nicht wirklich...

so wie es der bekannte von http://www.joyclub.de/my/939588.dieeineeinzige.html erklärt, ist das gar nicht soo klassisch - es ist nen kompromiss, solange man in dieser beziehung ist - ist sie nicht mehr, wird er wahrscheinlich nicht so wohlwollend "ausgleichen"

puhh - werde ich jetzt als "flintenweibuntauglich" ausgestoßen?? *zwinker*
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Immer nur cool sein, immer kämpfen, das ist auch nicht alles
So ein bisschen Fürsorge hätte ich auch mal gerne.

Nein, ich suche nicht danach aber schön wäre es schon mal.
Ja ich komme selber zurecht aber ist das alles?
Ich bin wohl doch nicht ganz emanzipiert
***ia 
3.106 Beiträge
Frau
***ia 3.106 Beiträge Frau

So wie ich es verstehe sprechen wir darüber ob wir uns so ein Leben vorstellen oder wünschen würden, ob wir bewusst darauf eingehen würden......nicht darüber, was das dann schlussendlich sein wird.
******_46 
1.346 Beiträge
Frau
******_46 1.346 Beiträge Frau

Zeit
ist sehr kostbar und wenn man wie ich um die 50 Jahre ist, denkt man anders übers Leben nach.
Bisher habe ich mein Leben mit meinem Sohn allein bestritten und bin sehr glücklich mit mit meinem Großen.
Bald geht er seiner Wege und ich würde mich schon sehr freuen, wenn ich meine bessere Hälfte endlich kennenlernen würde.
Finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit sind durchaus erstrebenswert und sehr entspannend, aber eben auch nicht Alles.
Von diesem Modell, einfach mal das machen zu können, wonach einem so ist, kann ich nur träumen!
Verwöhneinheiten zu empfangen wäre doch mal eine Option!
Lange würde ich nicht diskutieren, sondern mich freuen!

Zeit
für Veränderung!
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Heute ist ja auch nicht alles Gold, was glänzt. Schauen wir uns die Situation doch mal anders herum an. Gleichberechtigung, am besten mit einem oder mehreren Kindern bis 12 Jahren.

Morgens hetzen beide zwischen Bad, Kinderzimmer, Küche (auch Waschküche) hin und her, um sich und die Kinder parat zu bekommen. Dann geht's los, die Kids werden verteilt, beide gehen arbeiten.
Nachmittags müssen normalerweise die Kinder eingesammelt werden, denn welcher Hort, welche Schule passt von den Betreuungszeiten her schon zur Arbeiteszeit eines Normal-Sterblichen?
Selbst wenn einem die Vollzeit-Betreuungsstelle gelungen ist, geht es dann abends nach einem anstrengenden Tag im Büro weiter. Einkaufen, kochen, essen, putzen, Kinder bespaßen, Nöte besprechen, Familie sein.

Kinderz, da fallen alle um halb 9 tot in die Kissen! Für Alleinerziehende wie mich bleibt das alles auf einer Vollzeit arbeitenden Person kleben.

Die totale Gleichberechtigung findet spätestens in einem Haushalt mit Kindern ihre Grenzen. Und DA wird politisch/gesellschaftlich auch einfach zu wenig getan, um Frauen - an denen aus gehaltstechnischen Gründen ja meist alles rund um Haushalt und Kind hängen bleibt - zu unterstützen.

Das neue Ehegatten-Unterhaltsrecht (so richtig ich das finde!) macht die Sache nicht einfacher. Ich MUSS Vollzeit arbeiten, ob das mit Kind geht oder nicht, interessiert keinen mehr.
Der gesetzliche Rentenausgleich für Kinderbetreuungszeiten ist ein Witz.
Der Rentenausgleich nach Trennung ist ein Witz, abgesehen davon, dass er ja quasi zum Heiraten zwingt.
Private Vorsorge ist mittlerweile ja auch schon fast Geldvernichtung.
Immer mehr Menschen erkranken an Burn-Out und ähnlichen Überforderungskrankheiten; das kostet unser Gesundheitssystem Milliarden.


Wenn unsere Gesellschaft bzw. auch der Einzelne Kinder UND Selbstverwirklichung möchte, dann ist da noch viel zu tun! Denn aktuell leiden da eigentlich alle drunter: Männer, Frauen und Kinder; und wer hat eigentlich wirklich noch die Wahl?

Ich kommt an dem Punkt übrigens gerne mal wieder auf mein heiß geliebtes Thema "bedingungsloses Grundeinkommen" und sehe das immer noch als die beste Alternative, um das zu erreichen. *liebguck*


Lange Rede, kurzer Sinn: das Modell meines Bekannten hat definitiv VIEL für sich! Ich persönlich fände es prima, wenn gerade mit Kindern BEIDE Teilzeit arbeiten können. Das würde viel Druck von allen nehmen und auch wieder viel Lebensqualität in die Familien bringen.

Vielleicht sollten wir weg von festen Modellen - auch im Kopf. Jeder Lebensabschnitt hat seine besonderen Bedürfnisse und Notwendigkeiten.
*******na57 
JOY-Angels21.300 Beiträge
Frau
*******na57 JOY-Angels21.300 Beiträge Frau

Vielleicht sollten wir weg von festen Modellen - auch im Kopf. Jeder Lebensabschnitt hat seine besonderen Bedürfnisse und Notwendigkeiten.

*ja* *top*

Und jeder Mensch.

Da bin ich beeinflusst von einer Mutter, die die klassische Hausfrauenehe lebte mit einem Mann, der liebevoller und großzügiger nicht sein konnte. Und die doch unglücklich war, weil sie gerne berufstätig sein wollte, was aus bestimmten Bedingungen, die ich hier nicht ausführen will, weil sie das Privatleben meiner Familie berühren, nicht konnte.

Sie hat sich nie beklagt. Aber ich weiß, dass sie in einem Teil ihres Herzen unglücklich war - ihre Wünsche an mich sprechen eine deutliche Sprache.

Ich musste mich als "berufstätige Mutter" (2/3 Stelle) dem ganzen Stress unterwerfen, mein Mann (Vollzeit) stand als Hilfe selten zur Verfügung. Ich war müde, abgehetzt, gestresst ... nicht immer, aber immer mal wieder. Aber ich war nie grundlegend unglücklich.
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So, ich habe mich nun auch quer gelesen.

Generell fände ich es schon schön, einen Mann an der Seite zu haben, der mich "machen" lässt und mir u. U. den Rücken frei hält.

Ich kann es mir nur schwer vorstellen....
Seit der Trennung / Scheidung von meinem Mann sind nun bald 13 Jahre vergangen. Ich habe drei Kinder groß gezogen, nebenbei Teilzeit gearbeitet und versucht so gut es eben geht zu leben. Jeder der Kinder hat, weiß welch ein Kraftakt das ist. Inzwischen sind die Kinder junge Erwachsene und ich kann mich endlich um mich kümmern - das tun was ich möchte. Ich war immer in gewisser Weise unabhängig.

Klar wäre es schön einen Partner an der Seite zu haben, der einen unterstützt. Bei dem ich mich "angekommen" fühle und auch zurücklehnen kann.

Aber....
... irgendwie schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dann wieder ein Kind zu haben. Das klingt blöd, aber ich sollte mich ja um IHN kümmern und sehen, dass es ihm gut geht (mir natürlich auch) Und dann haben wir wieder das Thema mit der "Abhängigkeit". Auch wenn diese nur indirekt ist.

Generell ist es sicher ein Gesellschaftsthema. Denn, wenn eine Frau sich nur um Küche, Kinder und Mann (sollte der an 1. Stelle stehen?) kümmert, hat sie doch gar kein Ansehen. Die Werte haben sich verschoben....
******ana 
2.033 Beiträge
Frau
******ana 2.033 Beiträge Frau

klar doch!
und wo ist das problem?

ist es denn nicht genauso flintenweib zu diesem konzept zu stehen, wie zu jedem andren auch?

wenn es beide resp. die familie glücklich macht, finde ich das voll in ordnung und wär da sofort dabei!

es ist doch perfekt seinen traum leben zu können!

und wenn dieses konzept der traum ist, dann go for it!

scheiss auf die emanzenstimmen, die sich nur ja nie helfen lassen wollen. kurz gesagt, lasse reden!

wer voll arbeiten will und unabhängug sein will - soll das tun!

egal ob mann od frau.

wer das klassische, im momentanen sinn "veraltete" konzept will, soll das tun.

auch egal ob mann oder frau.

erst das ist emanzipation.

lg su