Klassisches Rollenverständnis

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Öffentlich
 
Themenersteller
 Themenersteller
3. Apr 14

Klassisches Rollenverständnis
Ja, ich weiß… ist für Flintenweiber nicht unbedingt ein Thema. Sicher auch ein heikles, aber ich versuche es mal.

Es ergab sich das Gespräch mit einem Bekannten, in dem er offenbarte, dass er eher das klassische Rollenverständnis wünscht. Ich fasse mal mit meinen Worten zusammen:

Er fände z.B. 1,5 Berufstätige in einer Partnerschaft gut, so dass die Partnerin für ihr Taschengeld arbeitet. Sie soll halbe Tage etwas arbeiten, was ihr wirklich Spaß macht, sie erfüllt und wo sie sich selbst verwirklichen kann; und nicht so sehr des Geldes wegen.
Dann kann sie sich den Rest des Tages darüber Gedanken machen, was er gerne mag und worüber er sich freuen würde... (er meint damit keinen Sex!!!!!!) Damit es ihm abends gut geht und er sich mit ihr entspannen kann. Natürlich soll sie die Zeit auch nutzen, um sich selbst zu verwirklichen. Damit sie glücklich und zufrieden ist und sich nicht auf der Arbeit auspowert.

Sie soll sich finanziell damit nicht abhängig machen (er würde das finanzielle derweil auch an sie ausgleichen), sondern rundum glücklich und zufrieden sein. Denn er glaubt nicht, dass das möglich ist, wenn man 8 Stunden am Tag arbeiten "muss". Es sei doch schön, wenn er das Geld verdient und wenigstens einer von beiden abends relativ entspannt ist.

Seine Zusammenfassung: „Ich als Mann hab als Haupternährer zu gelten, der seiner Frau (Familie) ein schönes Leben bieten kann. Die Frau hat zwar auch ihren Job, aber auch die Möglichkeit, sich einerseits selbst zu verwirklichen, andererseits aber auch, bei und mit allem nötigen Respekt und der entsprechenden Anerkennung der Arbeit, die das macht, für die Organisation des gemeinsamen Lebens zu sorgen.“

Ich zitiere ihn an dieser Stelle, weil ich das ein sehr spannendes Thema finde - gerade, weil es ein Flintenweib natürlich erst mal zum Widerspruch geradezu herausfordert! - und ihn deshalb gefragt habe, ob er etwas dagegen hat, wenn wir das hier in diesem Kreise diskutieren.

Er findet das auch spannend, weil auch er wissen möchte, ob er in der Beziehung wirklich zu weltfremd und naiv ist; und ob seine Vorstellung von Partnerschaft irgendwie“ verkehrt“ und nicht mehr zeitgemäß bzw. von Frauen erwünscht ist.


So, ich möchte klar stellen, dass es kein Bekannter von mir wäre, wenn er der Obermacho wäre. Kommentare à la „Was ist denn das für ein Chauvi!“ sind absolut deplaziert!
Ich wünsche mir eine Diskussion, die sich ernsthaft mit dieser Art von Rollenverständnis auseinandersetzt und denke, hier verfügen alle Damen über den geistigen Horizont, das hinzubekommen.

Mir als Vollblut-Flintenweib wäre das nichts. MEHR sage ich erst mal nicht dazu, um eure Meinungen nicht in irgendeine Richtungen zu beeinflussen.
Also: Wäre das eine mögliche Rollenverteilung für euch? Es klingt ja eigentlich wie der Himmel auf Erden. Oder etwa nicht? Hättet ihr Bedenken? Wenn ja, welche?

Silvia

PS: Eine Bitte an die Mods: Bitte setzt den Thread auf öffentlich. So kann - wenn er denn möchte - mein Bekannter hier nicht nur mitlesen, sondern sich auch aktiv beteiligen.
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
3. Apr 14

Nein ! Nie und nimmer !!
Dazu liebe ich meinen Beruf zu sehr, der mehr ist, als ein netter Zeitvertreib, mit dem ich mir das Taschengeld verdiene. Schon während meines Studiums war mir klar, dass mir meine eigene Berufstätigkeit und auch die damit verbundene finanzielle Unabhängigkeit sehr wichtig sein würde - und so habe ich es mein Leben lang gehalten.

Die 18 Monate Erziehungsurlaub, in denen ich wegen jeder Socke, die ich mir kaufen wollte, von meinem Mann abhängig war, haben mir gereicht.

Als meine Ehe dann doch zerbrach, stand ich sofort auf eigenen Füßen und brauchte nicht lange um Unterhalt und Unterstützung zu kämpfen. Jetzt ist mein Kind aus dem Haus und ich habe eine Tätigkeit, die ich liebe, die mir Spaß macht und die mich ausfüllt.

Also, Dein Bekannter kann sich das gerne wünschen und hoffen, dass er eine Frau findet, die das auch so sieht.

Aber sie soll sich bewusst sein, dass sie damit in eine gewisse Abhängigkeit gerät - und wenn man mit um die 50 alleine da steht, ist das mit dem Ganztagsjob, von dem frau leben kann, auch nicht mehr so einfach. Von der Altersvorsorge mal ganz zu schweigen.
 
Themenersteller
 Themenersteller
3. Apr 14

Die Finanzen
Nun, ich weiß, es war ein langer Text, deshalb ist das vielleicht untergegangen:

Er würde ihr natürlich den finanziellen Ausgleich zahlen! Sie wäre also nicht finanziell abhängig und müsste auch nicht wegen jeder Socke betteln.

Die Altersversorgung im Falle einer Trennung ist aber natürlich in dem Modell unberücksichtigt, da hast du recht.
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
3. Apr 14

Betteln
musste ich auch nicht. Aber es war sein Geld und ich kam mir dann doch abhängig vor.

Auch, wenn ich die Hauptarbeit mit dem Baby und Kleinkind und Haushalt hatte ... und selbst, wenn er Millionär gewesen wäre und wir das Erziehungsgeld nicht auch zum Leben gebraucht hätten --- für mich wäre das nichts !
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
3. Apr 14

Öffentlich
Dem Wunsch der TE entsprechend wurde das Thema auf ÖFFENTLICH gestellt .

LG Stefan ModTeam
 
 
3. Apr 14

sagen wir mal so...
wenn er es abends (nach harter arbeit) auch prima findet gemeinsam zu kochen, abend zum einkaufen mitkommt und samstags eine cd durch die buden hallen lässt während man gemeinsam mit lappen durchs haus wuselt und aufräumt - ja dann (gib mir seine telefonnummer)

ich bin nen pseudo-flintenweib - ich hasse putzen und liebe streitgespräche über gott und die welt.

aber nen flintenweib bin ich nicht. mein mann hatte ne firma - dort hatte ich nen büro. wenn ich mal keine lust hatte, bin ich daheim geblieben und hatte offiziell nen termin - aber wenn es hart war, sind wir bis spät in die nacht gemeinsam in der firma gesessen.

finanziell war er der versorger. versicherungen, strom, wasser, gas hab ich gezahlt - er den rest

wir waren uns einig. das alles ist prima, solange beide gleicher meinung sind und man zu zweit ist.
mein mann ist gestorben und jetzt sehe ich deutlich, dass ich doch ziemlich verwöhnt war. dass ich zwar keinen versorger haben möchte, aber allein doch nicht wirklich zurecht komme.

hmm...
 
 
3. Apr 14

Grundsätzlich
Eine nicht mal blöde Vorstellung für mich als Frau, mich nicht mehr unbedingt auf die nun wirklich manchmal stressige Arbeitswelt zumindest teilweise zu verzichten und mich nun meinen Hobbies und
Haus und Garten widmen zu können..
Wäre da nicht.....
...die Abhängigkeit in die Frau sich begiebt
...die mangelnde Bestätigung
...die Gefahr "den Arsch nicht hochzubekommen" und mehr in den Tag hinein zu leben...dazu kann ich mich zu gut...
...Nun, ich bin 53 muss mich nicht mehr beweisen, als jüngere Frau würd ich sowieso nein, Danke sagen.
Frag ihn doch mal, wie es ihm umgekehrt ginge, wenn eine Frau das von ihm erwarten würde.

Ich denke für mich wäre der wichtigste Grund die Abhängigkeit.....natürlich ausgehend von meiner persönlichen Situation.
 
Themenersteller
 Themenersteller
3. Apr 14

Abhängigkeit
Wo genau seht ihr die Abhängigkeit?

Oder ist es die "gefühlte" ABhängigkeit? Die ja auch durchaus ihre Berechtigung hat.
 
Themenersteller
 Themenersteller
3. Apr 14

@MissTragedy
Er kann hier mitlesen und auch CMs schreiben... und ist sicher Mann's genug, dir seine Telefonnummer selbst zu schicken, wenn er das mag. *smile*
Also: ins Postfach schauen. *g*
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
3. Apr 14

Abgesehen
von der tatsächlichen finanziellen Abhängigkeit ( hängt natürlich davon ab, wie hoch das "Taschengeld" ist, das ich verdienen würde) ist es sicher auch eine gefühlte Abhängigkeit.

Ich war schon als Kind von dem Gedanken entsetzt, dass ich vielleicht wie meine Mutter die klassische Hausfrauenehe leben sollte ... genau wie sie, hasse ich Hausarbeit. Ich wollte studieren und was lernen und ein eigenes Leben haben - ganz kleines Flintenmädchen, wollte ich Piratin werden. *guerilla*

Dein Bekannter klingt nicht wie ein die Frau unterdrückender Macho, ich sehe das so, dass er denkt, der Frau einen Gefallen damit zu tun.

Aber für mich wäre das nichts.
 
 
3. Apr 14

Nein
Für mich wäre das auch nichts.
Man fühlt sich doch abhängig vom Mann.
Und wenn es dann doch auseinander geht, hat Frau das Nachsehen mit Job und Rente. Da schließe ich mich den anderen an.
Möchte er gerne der Held sein, der Frau zu Füßen liegt? Sie soll entspannt sein, damit sie für ihn da sein kann? Warum nicht er für mich?
Die Rollenverteilung anders herum zu diskutieren ist ein sehr guter Ansatz.

Der HeisseFeger
 
 
3. Apr 14

Es ist das Gefühl wieder in die klassische Rolle und Abhängigkeitsverhältnis geschoben zu werden.
Meine Mutter hat sich viele Sachen nicht gegönnt, weil mein Vater der Meinung war, für so etwas wird kein Geld ausgegeben.
ich habe mein Job, mein Geld und die Entscheidung was ich damit mache, ohne jemanden fragen zu müssen. Und Taschengeld ist ein blödes Wort.
Taschengeld bekommen Kinder.
 
 
3. Apr 14

grins...
das war nen witz - ich bin glücklich...

was ich sagen will:
solange es beiden gefällt und kein "das hemd ist nicht gebügelt!!!" aus dem schlafzimmer dröhnt, ist das nice...

aber diese frauen (und ich auch) laufen gefahr, allein nicht zurecht zu kommen - und das ist schmerzhaft
 
 
3. Apr 14

Auch wenn er es finanziell an sie ausgleicht...so lange es gut läuft, wird sie in ihrer Arbeit nicht so voran kommen, wie sie es könnte, wenn sie sich voll auf ihren Job konzentrieren könnte....
Woran kaum einer denken mag....was ist, wenn es auseinander geht...und das Alter kommt in dem man dann auf Rente angewiesen ist......sind die Beiden nicht verheiratet sieht es wohl ziemlich mau bei der Frau aus....nur so Gedanken....
 
 
3. Apr 14

So schlecht wäre es nicht, etwas weniger arbeiten zu müssen.
Mal auch was für sich tun können ohne das man KO ist von der Arbeit.
Es würde genug geben was ich gerne mal machen würde aber wofür ich nie Zeit und Energie habe.

Immer nur auf die Rente schauen ist auch nicht alles .
Da ist wohl jeder anders aber schaffen, schaffen wie der Schwabe sagt kann auch schiefgehen.

Rente und dann umfallen.
Warum nicht wenn der Rest passt und man sich sicher ist das es gutgeht.
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