das generische Maskulinum

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Öffentlich
 
ThemenerstellerGruppen-Mod
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13. Mär

das generische Maskulinum
verfolge gerade eine interessante Diskussion in der ARD im ZDF Morgenmagazin zum Thema

Ich gebe das gern hier weiter und ich warte gespannt.
Wir diskutieren in unzähligen Threads, wie wichtig uns in der Gesellschaft und der Sprache ist, auch als FRAU wahrgenommen und genannt zu werden.

Auslöser ist ein heute erwartetes Gerichtsurteil:
Frau Krämer klagt, weil auf ihren Bankformularen stets nur "Kunde" oder "Kontoinhaber" steht und sie sich nicht angesprochen fühlt
Links nur für Mitglieder

Ich finde Frau Krämer eine starke Frau. Vielleicht sollten wir ein bisschen öfter wie sie sein *g*
Aber vielleicht sind wir das auch schon.
*g*
 
 
13. Mär

Also bis eben war das Wort Kunde für mich einfach neutral, eine gesichtslose Masse, die erst im persönlichen Bezug sich differenziert ( z.B. beim Friseur). *nachdenk*
Gruß britt_s
 
ThemenerstellerGruppen-Mod
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13. Mär

hm...


ich grüße alle Mitleser


fühlen sich jetzt nur Männer angesprochen oder auch die Frauen?

fühlen sich Männer angesprochen, wenn ich sage hallo liebe Freundinnen ?
 
ThemenerstellerGruppen-Mod
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13. Mär

Urteil
die Klage wurde zurück gewiesen


unsere Gesellschaft verändert sich,
die Sprache auch ...
warum nicht in diesem Bereich ?

Es geht eben auch um Wahrnehmung
jedenfalls für mich
 
 
13. Mär

Ich sehe das etwas skeptisch. Worum geht es dieser Frau denn wirklich - um die Wahrnehmung ihres Geschlechts oder um die Wahrnehmung ihrer ganzen Person? Selbst wenn dort eine Änderung stattfinden würde und dort plötzlich "Kundin" und "Kontoinhaberin" stehen würde, dann wäre das eine Verbesserung, aber würde mit der Zeit zur Normalität ohne wirkliche Bedeutung übergehen. Fühlt sie sich nach so einer Änderung also wirklich wahrgenommen?

Für mich hat Wahrnehmung eine ganz andere Bedeutung und Bezeichnungen der Anrede auf irgendwelchen Formularen, haben für mich damit nichts zu tun und sind für mich bedeutungslos. Demnach kämpft diese Frau meiner Meinung nach an der falschen Stelle, wenn es wirklich um Wahrnehmung gehen soll.
 
ThemenerstellerGruppen-Mod
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13. Mär

wo sollte sie seiner Meinung nach kämpfen?
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
13. Mär

das
hat die Frau erklärt die Frauen in dieser Gesellschaft machen 52% aus und trotzdem ist die Sprache weiterhin makulin die Uni in Rostockoder war es Leipzig hat das Thema für sich gelöstund das generische feminimum eingeführt und sie haben sogar recht in der weiblichen Form steckt die männliche ja schon drin und steht sogar vorne an während die weibliche meist untergeht

das macht auch in der erziehung tatsächlich einen unterschied und mir gefällt die Variante der Uni *top*
 
 
13. Mär

für mich ist
dieses Thema ja so eine Art roter Faden ... *zwinker*
begleitet mich schon seit Jahrzehnten. Und wenn ich in damals pubertärem Überschwang noch der Überzeugung war, das Thema werde sich bald erledigt haben, weil es einfach logisch ist, auch die andere Hälfte der Bevölkerung/RezipientInnen sprachlich miteinzubeziehen, bin ich da mittlerweile ja gründlich eines Besseren belehrt worden.
Wenn ich in Büchern heutzutage lese 'Frauen sind herzlich mitgemeint' oder 'dürfen sich selbstverständlich miteinbezogen fühlen', krieg ich das Kotzen.
Ja, wir haben gelernt - lernen MÜSSEN - dass ich als weibliches Wesen mit_gemeint bin, gleichwohl ist mir völlig unbegreiflich, warum das für alle Zeiten so bleiben muss?
Und: wenn ich jemanden mit-meine, heißt das, ich meine diese Person nicht ursprünglich, sondern erst in einem zweiten Schritt, also 'mit'. Warum werden Frauen nicht von Anfang an auch gemeint?

Mir ist klar, dass die Lösung mit dem Binnen-I keine endgültige ist. Mir ist klar, dass es länger dauert, die weibliche und die männliche Form gemeinsam zu schreiben oder zu sagen (wie viel länger? 1 Sekunde? 2? wooooow, das ist natürlich enorm.... *roll*)
Und ich betrachte sie als Schritt in die richtige Richtug: als Bewusstmachung. Bewusstmachung, dass da etwas hakt, nicht rund ist, noch verbesserungswürdig.

Warum nicht als Zwischenschritt, bis wir eine sprachlich schöne Lösung gefunden haben, das Generische Femininum einführen? Einfach überall, in allen Texten, seien sie offiziell oder privat, die weibliche Form nutzen? Wie hier schon gesagt, ist ja passenderweise die männliche Form dann meist sogar im Wort mitenthalten.

Ich fände es wundervoll. Das hat viel mit Sichtbarmachen zu tun, mit Respekt, mit wirklichem Sehen und An_erkennen.

Ist ja hier im Joy das gleiche Spiel: da werden Frauen als 'Künstler/Autor/User' bezeichnet - ich bin in solchen Fällen als Vag-Besitzerin nicht erwähnt. Werde nicht angesprochen. Ist das nicht eine Frechheit?
 
 
13. Mär

Hm... Für mich ist diese Anrede dem Allgemeinen gewidmet. In persönlichen Briefen werde ich auch als Kundin betitelt und auch oft direkt angesprochen. Von daher kam ich mit der Problematik bisher nicht in Berührung.

So wie es bei mir gehandhabt wird, bin ich zufrieden.
 
 
13. Mär

die Plural-Form ...
...ist für mich “wertneutral“, also spricht ALLE am, ohne genauer auszudifferenzieren. Da seit dem 8.11. auch ein 3. Geschlecht in diesem Land offiziell wahrgenommen wird, welches auch mit angesprochen werden muss, finde ich das gegnerische Maskulinum ideal.
Der TÜV Rheinland schreibt in Stellenausschreibungen setzt den 8.11. ausdrücklich (m/w/divers)!
Da finde ich das voran gestellte “mit dem Plural sind ALLE Formen geschlechtlicher Identität gemeint!“ sinnvoller!
 
 
13. Mär

blödes T9
natürlich nicht das gegnerische, sondern das generische Maskulin *zwinker*
 
 
13. Mär

blödes T9
natürlich nicht das gegnerische, sondern das generische Maskulin *zwinker*
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
13. Mär

Im Allgemeinen ... da sollen sich die Frauen mit angesprochen fühlen .... das macht mich mittlerweile ärgerlich.

*gr*

Denn da wird eine halbe Stunde lang auf der Arbeit diskutiert, was die Kollegen machen sollen und müssen und eine Kollegin beschwert sich über die Arbeit für "den Tierpfleger" (um mal ein Beispiel zu nennen)... und da sage ich ihr, dass sie sich nicht angesprochen fühlen muss, sie ist ja kein Tierpfleger, sondern eine Tierpflegerin.
*freu*

Es gibt in dem betreffenden Arbeitsbereich überhaupt fast nur Frauen und wegen dem einen Mann sollen sich alle Frauen unter ihm "subsumiert" fühlen ? Warum bleibt man nicht bei "Tierpflegerinnen" als generischen Begriff und er ist dann da in diesem Bereich mit gemeint ?

Hach, was regen sich die Männer da gleich wieder auf !!! *fiesgrins*

In einem Kommentar las ich, dass "unsere Sprache verkommt, eines Tages gibt es noch 'die Menschin' ". Kommentar von einer Frau.

Das ist natürlich Quatsch, denn es gibt "Menschin" nicht. Aber da, wo es eine weibliche Form gibt, die auch benutzt wird, dann sollte man die auch benutzen. Kundin, Patientin, Bürgerin... warum bitteschön nicht ?

Die Sprache "verkommt" nicht, sie passt sich den gesellschaftlichen Gegebenheiten an. Und der Versuch, Frauen wieder aus dem Blickfeld zu verdrängen, zeigt sich auch in der Sprache. *motz*

Ok. Ich bin anerkanntermaßen eine "linksgrün-versiffter Gutmenschen-Emanze" ... *zwinker*.
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
13. Mär

alles klar
dem schliesse ich mich uneingeschränkt an Ok. Ich bin anerkanntermaßen eine "linksgrün-versiffter Gutmenschen-Emanze" ... *zwinker*.[/quote
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
13. Mär

Sorry
*rotwerd* --- is'n r zuviel: links-grün versiffte Gutmenschen-Emanze

*umfall*

*hi5*
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