Kopftuch

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Themenersteller
 Themenersteller
9. Jan

Kopftuch
Hallo zusammen*g*

Mich beschäftigt das Thema Kopftuch gerade sehr. Ich befinde mich im Zwiespalt. Einerseits sehe ich es als Unterdrückungssymbol, anderseits als freie Entscheidung- wenn dem denn so ist. Ich möchte hier keine Religionsdebatte eröffnen. Mir gehts um das Recht frei zu Leben&die Frage, wie frei frau denn ist, wenn sofort der Gedanke "Unterdrückung/Unfrei/Zwang" aufploppt. Evtl. gehts auch nur mir so?!

Wie ist eure Meinung dazu?
 
 
9. Jan

Wenn es ein modisches Accessoir ist, dann ist die Frage wohl klar zu beantworten:
Zieh an, worauf du Bock hast!

Ist es keine modische Frage, sondern eine Frage von Tradition, Religion oder was weiss ich, ist es nicht so einfach zu beantworten, sondern führt eben doch zu einer Religionsdebatte. Und die ist meiner Meinung nach nicht JC-regelkonform.


(Und noch meine private Meinung: Ich bin gegen Kopftuch aus religiösen Gründen. Aus denselben Gründen wie ich auch gegen an der Wand hängende Kreuze bin - ausser in Religionshäusern.Wer glaubt, kann seinen Glauben im Herzen tragen und muss ihn niemandem "aufdrängen".)
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
9. Jan

Wir leben in einem Land, in dem frau die Freiheit hat, das auf den Kopf zu setzen, was sie will. Sie darf sich sogar irgendwelchen "Zwängen" beugen - sei es Mode, sei es Tradition, sei es Religion, sei es der Ehemann.

Und ehe ich mich aufrege, weil meine muslimische Nachbarin das "Unterdrückungssymbol" trägt, dann gucke ich mal in mein Leben:
  • Wie ich mir die Haare nicht geschnitten habe, weil mein damaliger Freund mich mit langen Haaren schöner fand
  • Wie ich Mini-Röcke trug, weil das Mode war und "frau" eben so was anzieht.
  • Wie ich nie Sex beim ersten Date hatte, weil ich sonst eine Schlampe sein könnte.
  • Wie ich mich jahrzehntelang bemüht habe, es allen Recht zu machen.
  • Wie ich jahrelang nicht ins Schwimmbad gegangen bin, weil ich mich so fett fand.
  • Und dass ich niemandem erzähle, dass ich zwei Männer liebe, weil das Probleme mit meiner Umwelt geben könnte.


So denke ich, dass wir alle irgendwelchen Zwängen unterworfen sind. Wenn ich eine Frau mit Kopftuch treffe und es ist eine Situation, wo man länger zusammen ist (z.B. in der U-Bahn), dann behandele ich sie wie alle anderen Frauen: freundlich lächeln. Und wenn man ins Gespräch kommt, dann merke ich schon, was sie für ein Mensch ist.

Wir reden viel zu sehr ÜBER die Leute anstatt MIT ihnen - es gibt so viele Gründe, warum Frauen ein Kopftuch tragen. Und ich bin froh, dass wir in einem Land leben, wo sie das dürfen. Wo sie es aber auch ablegen dürfen. Diese Freiheit gibt es nämlich nicht überall auf der Welt.

(Übrigens - wo, außer in privaten Höusern oder kirchlichen Einrichtungen sieht man sonst Kreuze an der Wand ? Der Staat muss als Staat weltanschaulich neutral sein, deshalb tragen Richterinnen oder Staatsanwältinnen in ihrer Funktion als Vertreterinnen des Staates auch kein Kopftuch. Aber als Privatfrauen dürfen sie, ebenso wie ich ein Kreuz tragen darf. )
 
Themenersteller
 Themenersteller
10. Jan

Danke für eure so flotten Beiträge.

@Coleen: Ist nicht alles Geschriebende deine private Meinung?*zwinker*Inzwischen ist es in gewissen Kreise auch hipp, ein Kopftuch zu tragen. Ich will auf keinen Fall auf Religion etc. aus*g*Religion ist definitiv privatsache.

@Katharina57: Unter anderem eben auch meine Gedankengänge♥Ich verbinde mit dem Kopftuch natürlich auch das ganze Konstrukt drumherum damit&daher ist es schön nun von dir die andere Seite so klar aufgelistet zu lesen.

Grundsätzlich: So lange von "wir" und "denen anderen" gedacht/gesprochen/gehandelt wird, ist ein differenziertes Hingucken, nicht bewerten und in echten Kontakt treten wohl echt schwierig- auf allen Seiten.
 
 
10. Jan

ein Kopftuch
ist zu allerst nützlich gegen Regen , Wind und Wetter und ein modisches Accessoir.
Meine Oma und auch meine Mutter trugen früher fast immer Kopftücher , wenn sie aus dem Haus gingen .
Grace Kelly in " Die oberen Zehntausend" , Aufrey Heburn in "Frühstück bei Tiffany " tragen herrliche Kopftücher.
Da gehts schon los - wie differenziere ich da ? Trägt die das aus religiösen Gründen oder aus Mode oder aus praktischen Erwägungen.

Das ist die eine Seite .
die andere ist die , das Frauen dazu gezwungen werden , obwohl sie nicht wollen .
Das geht nicht , das sollte man verbieten - doch wie durchsetzen ?

Ich kenne Muslimas , die tragen Kopftuch , ohne zu missionieren, ohne unterdrückt zu werden - es sind selbstbewusste Frauen , die sich modisch kleiden - eben mit Kopftuch.

Ich bin gegen ein generelles Verbot .
Müsste dann nicht auch die Kippa verboten werden ?

Bei der Arbeit sollten alle religösen Zeichen egal ob Kreuz , ob Gebetskette etc abgelegt werden , dort bin ich also indirekt auch für ein Kopftuchverbot. Im täglichen Leben dagegen finde ich es schwer .

Anders sieht es mit der Burka aus - die sollte hier verboten werden ! auch für Touristen
 
 
10. Jan

Kopftuch
Katharina57 ich gebe Dir vollkommen recht. Auch wir beugen uns immer noch gesellschaftlichen Zwängen. Es wird wohl mehr oder weniger immer so sein.

Das Kopftuch ist wie auch die Beschneidung von Mädchen - über das ich mich auch furchtbar aufrege - sind sehr komplexe Themen. Ich lese gerade viel darüber und bin im Moment sprachlos wie viel Facetten diese Themen beinhalten. Der Koran, die Historie, die Frauen selbst, die Mütter die ihre Mädchen schützen wollen etc. jede einzelne Facette hat ihren Ursprung. Ich muss sagen, ich benötige noch Zeit und eventuell mehr Informationen, um mir eine Meinung zu bilden.

Geht es jedoch um das Recht der Frau einen gleichberechtigten Platz neben dem Mann in der Gesellschaft zu haben, werde ich mich gegen jede Art von Unterdrückung wehren. Mein Ziel ist es aufzuhören darüber nachzudenken, wer von den beiden Geschlechtern den höheren Rang hat. Die Natur hat uns beide geschaffen und keiner kann ohne den anderen existieren.

Liebe Grüße Chris
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
10. Jan

Bei der Arbeit sollten alle religösen Zeichen egal ob Kreuz , ob Gebetskette etc abgelegt werden ,

...kommt auf die Arbeit und den Arbeitgeber an. Es gibt die Möglichkeit, dass Kleidungsvorschriften in einer Firma gemacht werden, z.B. in einer Bank. Es gibt Sicherheitsgründe, die gegen Schmuck sprechen. Es gibt Positionen im öffentlichen Dienst, wo gewisse Dinge nicht gehen, siehe oben mein Beispiel vor Gericht.

Aber es gibt Länder, in denen dieselbe Freiheit herrscht wie bei uns, wo Polizistinnen mit Kopftuch arbeiten (in den USA z.B. oder in Großbritannien) . Bei Lehrkräften in unserem Land, die in der Regel Beamtinnen sind, streitet man noch, auch gerichtlich.

Aber wen stören religiöse Zeichen an einer Person und warum ? Tatoos oder bestimme Kleidung machen auch manchmal eine Weltanschauung deutlich, daran stört sich doch auch in der Regel niemand.

Und wann wurde Euch das letzte Mal ein Gespräch über Religion aufgezwungen ? Selbst die Zeugen Jehovas an der Haustür kann man wegschicken ....*mrgreen*
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
10. Jan

neugierig_51597 - Chris, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es so viele Gründe gibt, das Kopftuch zu tragen, wie es Frauen gibt, die es tragen.

Und bei allen Überlegungen haben wir das Gebot im Grundgesetz, dass niemand aufgrund seiner Religion benachteiligt werden darf. Ein generelles Verbot des Kopftuchs würde, denke ich, keinen juristischen Rückhalt finden. Bei der Burka gibt es da hingegen unterschiedliche Meinungen, soweit ich weiß.
 
 
10. Jan

Katharina57:
Bei der Arbeit sollten alle religösen Zeichen egal ob Kreuz , ob Gebetskette etc abgelegt werden ,

...kommt auf die Arbeit und den Arbeitgeber an. Es gibt die Möglichkeit, dass Kleidungsvorschriften in einer Firma gemacht werden, z.B. in einer Bank. Es gibt Sicherheitsgründe, die gegen Schmuck sprechen. Es gibt Positionen im öffentlichen Dienst, wo gewisse Dinge nicht gehen, siehe oben mein Beispiel vor Gericht.

Aber es gibt Länder, in denen dieselbe Freiheit herrscht wie bei uns, wo Polizistinnen mit Kopftuch arbeiten (in den USA z.B. oder in Großbritannien) . Bei Lehrkräften in unserem Land, die in der Regel Beamtinnen sind, streitet man noch, auch gerichtlich.

Aber wen stören religiöse Zeichen an einer Person und warum ? Tatoos oder bestimme Kleidung machen auch manchmal eine Weltanschauung deutlich, daran stört sich doch auch in der Regel niemand.

Und wann wurde Euch das letzte Mal ein Gespräch über Religion aufgezwungen ? Selbst die Zeugen Jehovas an der Haustür kann man wegschicken ....*mrgreen*



ich bin generell für Neutralität - deshalb wäre ich dafür .
 
 
10. Jan

seeeeeehr komplexes Thema
und wie alle diese Themen extrem schwierig zu diskutieren.
Daher shcon mal *hutab* wie gut das hier bisher läuft!

Ich gehöre zu den Frauen, die sowohl für als auch gegen das Kopftuch sind.
*gg*

Nein, nur auf den ersten Blick ein Paradoxon.
Ich kann es haben, dass Frauen meinen sie müssten aus modischen, moralischen, ästhetischen oder religiösen Gründen ein Kopftuch tragen.
WENN sie es freiwillig tun.

Ich kann es NICHT haben, dass Frauen von anderen Frauen oder Männern vorgeschrieben wird, aus modischen, moralischen, ästhetischen oder religiösen Gründen ein Kopftuch tragen.

Diese Ambivalenz ist selbst für mich schwer auszuhalten.
Weil ich ja im Einzelfall, wenn ich die kopftuchtragende Frau nicht gerade in ein Gespräch verwickle, nicht weiß als Außenstehende, nicht wissen kann, aus welchen Gründen sie das Kopftuch trägt.
Weil ich sehr wohl weiß, dass Freiwilligkeit ein oft vergewaltigtes Konzept ist.

Wie so oft bin ich auch hier eine Freundin des 'das eine tun und das andere nicht lassen': immer wieder die Stimme erheben gegen die Unterdrückung von Frauen, sei sie verbal, körperlich oder mittels Kleidung. Und es aushalten, dass andere Frauen anders rumlaufen.

Manchmal hasse ich Komplexität.... *baby2*
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
10. Jan

ValaMalDoran ... generell für Neutralität. Interessanter Gedanke.

Aber wir leben in einem Staat, der die Freiheit der Weltanschauung propagiert. Wie soll denn "generelle Neutralität" aussehen, wo darf ich denn mal die Zeichen meiner Religion oder sonstigen Anschauung zeigen?

Meine Religion - ich kann das nur daran für mich erklären, da ich keine Marxistin oder Veganerin oder so was bin, aber für die gilt das ja auch - ist ein Teil von mir, meiner Persönlichkeit. Sie prägt, wie ich handele und denke. Ich kann nicht am Sonntag beten und den Rest der Woche so tun, als wäre ich "neutral".

Das heißt nicht, dass ich andere Leute zwingen will, auch so zu denken - das widerspricht auch unserem Grundgesetz und der "Freiheit des Bekenntnisses". Ich kann darüber reden, wenn es sich ergibt, aber niemand muss mir folgen. (Das ist bei Veganern manchmal schon anders...*gr*)

Warum fühlt sich jemand von der offen gezeigten Religiosität eines anderen Menschen ... gestört oder gar angegriffen ? Wie gesagt, aggressive Mission , da würde ich mich auch wehren. Aber eine Verkäuferin mit Kopftuch stört mich nicht, solange sie mich fachkundig beraten kann.

Christen fallen im Straßenbild kaum auf, da es für uns keine "Kleidungsvorschriften" gibt. Die gibt es auch noch für jüdische Männer (Kippa - orthodoxe Frauen dürfen ihre Haare übrigens auch nicht zeigen, die tragen dann eine Perücke, fällt also auch nicht auf), für Sikhs (Turban) oder was weiß ich wen noch. In meiner Jugend trugen die Neo-Sannyasins orange Klamotten und eine Holzkette.

*gruebel*

Und wie sieht "neutrale" Kleidung dann aus ? Eine muslimische Frau, die kein Kopftuch trägt, aber doch ein Kleid, das den größten Teil ihres Körpers bedeckt, ist die dann noch neutral ? Ich, die ich keine besonders modischen Klamotten trage, sondern eher das, was mir schon seit Jahren passt ... bin ich "neutral" oder nicht doch eine "Mode-Verweigerin" ? *panik*
 
 
10. Jan

wie immer
passiert das mit der Energie quasi von selber.
So dass mir heute ein Artikel über ein neues Buch einer Psychologin über den Weg läuft, die uns westlichen, modernen Frauen um die Ohren haut: So weit ist es mit der Gleichberechtigung nicht her....
und sie hat nicht unrecht.
Denn letztlich und damit ist für mich die Brücke zur Kopftuch-Debatte geschlagen: wer bestimmt, was ich als Frau trage? Ich? Mein Mann? Die patriarchalisch geprägte Gesellschaft, in der wir leben?
- siehe eben v.a. die Sache mit der Freiwilligkeit.

Sexuelle Freiheit ist derzeit ein Imageprodukt, ein It-Accessoire, das stolz mit sich herumgetragen wird. In der Realität ist aber das Hauptziel vieler jungen Frauen immer noch, dem Mann sexuell zu gefallen und das zu tun, was er will, auch wenn sie gewisse Praktiken selbst nicht mögen oder davor gar angeekelt sind. Das Tabu des 21. Jahrhunderts ist nicht der Sex, sondern Grenzen zu setzen. Rousseau sagte schon vor 300 Jahren: «Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.»
Zwar bezieht sich das Zitat auf Sex, und ich denke, jede von uns kann das ohne Probleme auch auf Kleidung/Intimrasur/Beinenthaarung/Schmuck/Frisur übertragen.
Links nur für Mitglieder
 
 
10. Jan

Kopftuch
ich beziehe mich auf den Beitrag von Perseida. Wir haben tatsächlich ein Problem nein zu sagen, bei Dingen, die wir nicht tun möchten und sind damit nicht ganz so frei, wie wir es gerne sein möchten.

Die "moderne" Frau sagt nicht NEIN zur Überforderung. Karriere, Haushalt, Kinder und Sexpartnerin. Sie meint um anerkannt zu werden muss sie in allen Dinge perfekt sein, ist aber irgendwann nur noch leer. Dabei hat sie dann auch noch ein schlechtes Gewissen. Kein Mann muss so viel leisten. Hier wäre ein STOPP oder NEIN angebracht.

Wenn Frau eine Sexpraktik nicht mag, sagt sie selten nein, um nicht als frigide zu gelten.
In dieser Art gibt es unzählige weitere Beispiele. Ich habe im Laufe meines Lebens gelernt, dass ein anderer Mensch nur so weit geht, wie man ihn lässt. Ein frühzeitiges STOPP oder NEIN verhindert viel Leid. Aber Frau muss sich darüber im Klaren sein, dass der Partner sich auch für eine Trennung entscheiden kann und darf. Dann muss ich überlegen, ob ich lieber in bestimmten Bereichen unglücklich bin oder bereit bin die Konsequenzen zu tragen. Auch hier meine Erfahrung, zu viele Kompromisse machen nicht glücklich. Ich trage lieber die Konsequenzen, denn nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch. Das ist und war mein Weg mich zu emanzipieren. Anzufangen für sich selbst die Verantwortung zu tragen.

Liebe Grüße Chris
 
 
10. Jan

@Chris
ja, so lese ich den Artikel auch.
Und so nehme ich nach wie vor viele Frauen wahr. Gar nicht mal so sehr in meiner Generation, sondern traurigerweise bei den jüngeren und deutlich jüngeren Frauen. Was ich extrem schade finde.
Denn ich weiß, sie müssen den Kampf wieder fechten. Für sich. Den wir schon gefochten haben.
Wie ein immer wiederkehrendes Monster.... *seufz

und genauso mit dem Kopftuch: ich muss immer wieder für mich selbst austarieren, wo ich die Grenze ziehe dazu, dass ich es aushalten kann, wenn da Frauen sind, die unter Zwang Kopftuch tragen - oder gar mehr Körper verhüllen müssen.
Das Nein, die Grenzziehung kann sich daher auch nicht primär gegen diese Frauen wenden, sondern muss ein allgemeines sein: gegen eine Kultur, die sich anmaßt, Frauen vorzuschreiben, was sie zu tragen haben.
Weil sie entweder sündig und verdorben sind oder weil sie ihre fuckability unter Beweis stellen müssen.

Irgendwie die Wahl zwischen Syklla und Charybdis: sie beinhaltet einmal mehr einmal weniger Kleidung. Und immer Männer, die bestimmen, wie mein Körper zu sein hat, die festlegen, was eine 'gute' Frau ist.

*gr2* boah, ich komm in Rage ....
 
JOY-Angels
 JOY-Angels
10. Jan

gegen eine Kultur, die sich anmaßt, Frauen vorzuschreiben, was sie zu tragen haben.

Wenn wir Frauen sagen, dass sie einen Badeanzug am Strand tragen MÜSSEN und ihren Körper zeigen müssen, dann schreiben wir es ihnen auch vor.

Wie Du sagst:
Weil sie entweder sündig und verdorben sind oder weil sie ihre fuckability unter Beweis stellen müssen.

Und wenn man genau hinguckt, dann wurden Kleidungsvorschriften für bestimme Bevölkerungsguppen in unserer Geschichte nach und nach abgeschafft. Nur für Frauen existieren sie immer noch ...

Es geht um eine Kultur, in der Frauen die gleichen Rechte und Chancen haben wie Männer. Und da können wir mit muslimischen Frauen Seite an Seite kämpfen, denn unsere Kultur ist da auch noch nicht so besonders weit. Siehe die Reaktionen auf #metoo z.B. Oder die weibliche Unterordnung unter männliche Vorstellungen.
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