Der große Unterschied (tribute to Alice)

 
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Der große Unterschied (tribute to Alice)
Ja, manchmal braucht frau ein bisschen, bis die Puzzleteile in die richtige Reihenfolge sich einfügen. *g*
jedenfalls hatte ich gestern einen Heureka-Moment. Zumindest fühlt er sich so an *grins*

Es gibt einen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Einen großen. (Alice in Ehren! *superman*)
Dieses ganze Gequake von wegen Frauen sind von der Venus, Männer vom Mars: sind wir emotional wirklcih so unterschiedlich gestrickt? Nein, sind wir nicht. Menschen haben Gefühle und unterschiedlichen Zugang dazu, reagieren unterschiedlich emotional; das ja. Was allen gemein ist: sie haben Gefühle und Emotionen.
Sind unsere Gehirne so unterschiedlich, dass sich daraus Aussagen über männliche oder weibliche Intelligenz ableiten ließen? Nein.
Sind wir von der Muskelkraft her so unterschiedlich, dass sich daraus eine Trennung herleiten lässt? Nein, nicht wirklich.

Gleichwohl gibt es einen Unterschied. Einen existentiellen.
Frauen können gebären.
Leben schenken. Leben, das sie zusammen mit einem Mann geschaffen haben, auf/in die Welt bringen.
Leben nähren. Er_nähren.

Das ist eine unglaubliche Kraft. Ein Geschenk. Eine Fähigkeit, die Frauen einzigartig macht. Die nur Frauen haben (was nicht heißt, dass sie diese Fähigkeit leben müssen!!!).
Männer können das nicht. Werden es nicht können.
Egal welche Maschine auch erdacht und erfunden wird, so ganz klappt das nicht.

Das ist jetzt keine Fähigkeit, die Frauen besser als Männer macht. Die Frauen über die Männer erhebt. Die Frauen zu anbetungswürdigen Wesen macht. Es ist nur eine Fähigkeit, die sie von Männern unterscheidet.
Und es ist eine mächtige Fähigkeit. Sie ist kraftvoll. Sie ist radikal. Sie ist existentiell.
Denn es ist die Fähigkeit Leben zu geben und damit auch zu nehmen.

Könnte es sein, das ist der Gedanke, der sich für mich an diese Überlegungen anschloss, könnte es sein, dass genau diese kraftvolle, mächtige Fähigkeit Leben zu geben, das ist, was Männern so Angst macht?
Was sie dazu gebracht hat, alle Frauen klein und unsichtbar zu halten über Jahrtausende hinweg?
Was Männer dazu gebracht hat, Frauen einzureden, sie seien in Wahrheit das schwache Geschlecht?
Was die Mär geschaffen hat, Frauen als die schwachen, schützenswerten Wesen zu sehen, die Verfügungsmasse sind, zu Willen sein zu haben (weil sie keinen eigenen haben, bzw ihnen der aberzogen wird) und die zu zart sind für die böse Welt draußen?

Könnte das sein?
Lag Papa Freud also nur, wie so oft, knapp daneben? Gibt es nicht den Penis-Neid sondern viel eher - und viel folgenreicher und grausamer - den Gebärmutter-Neid?

Wie seht ihr das?
 
 

Diese besondere Fähigkeit sollte den Frauen eigentlich eine privilegierte Stellung geben. Frühe Menschengruppen hatten nur langfristige Überlebenschancen wenn sie Frauen hatten. Ohne Frauen, keine Reproduktion, keine Gruppe. Salopp gesagt kann zur Not jeder Depp jagen und Kinder Zeugen. Aber Frauen, diese besonderen Wesen, haben diese Fähigkeit Kinder zu gebären und stehen vielleicht schon deshalb mit dem Göttlichen in Verbindung. In Zeiten des nackten Überlebens sind die Frauen die Bienenköniginnen unter den Menschen.

Hätten wir nicht ein Patriarchat haben müssen? In friedlichen Gesellschaften wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Aber Kain erschlug Abel, um an sein Besitz zu kommen und gegen Feinde muss man sich erwehren. Um sich ihrer zu erwehren brauchte man Militär. Und wie wir wissen sind Menschen bereit für die Sicherheit alles aufzugeben. Das Primat des Militärs war geboren und damit das Patriarchat. Es ist nicht nur die Kraft, auch die enorme Opferbereitschaft, Wagemut und Gefahrenblindheit junger Männer, die Männer für den Krieg prädestiniert. Die Anzahl an gebärfähigen Fragen ist wichtiger als die der zeugungsfähien Männern. Auch weil Frauen wertvoller sind, konnte man sie im Krieg nicht einsetzen.

Ich weiß nicht, ob dazu ein Neid dazukommt. Wenn ich eine Schwangere sehe, wie sie strahlt und den Bauch streichelt und glücklich ist, weil sie das Kind in sich spürt, werde ich schon neidisch für diese besondere Verbindung, diese ultimative Erfahrung des Menschseins. Es ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Aspekt, der nicht von der Hand zu weißen ist.

Im Übrigen finde ich Karthago sollte zerstört werden und der Krieg ist der Vater aller Dinge...
 
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Wie gesagt,
mir geht es nicht darum, diese Fähigkeit, diesen großen Unterschied, zu einem Fetisch zu erheben.
Nein, Frauen sind nicht anbetungswürdig - oder zumindest nicht anbetungswürdiger als jeder Mensch!
*regenbogen*
Und nein, ich finde auch nicht, dass Frauen eine privilegierte Stellung gebührt. Zumindest nicht privilegierter als allen Menschen.

Was den Krieg betrifft: es gab und gibt kriegerische Frauen. Stichwort Amazonen.
Was mir einleuchtet ist dein Argument mit dem Schutz der Frauen, in ihrer Funktion als Gebärfähige; ja, ein Mann kann 10 Frauen befruchten, aber eine Frau nicht (so schnell) Kinder von 10 Männern kriegen.
Ok, das hieße, die Frauen sind in dieses Ungleichgewicht - da der starke (beschützende) Mann hier die schwache (zu beschützende) Frau - reingerutscht, weil plötzlich Krieg geführt wurde.

Stichwort Sesshaft-Werdung, Besitz und alles was daraus als Rattenschwanz folgt. Nur: es gab sehr wohl Kulturen, die auch sesshaft waren und Krieg führten und gleichzeitig ein Matriarchat waren.
Insofern befriedigt mich die Antwort 'der Krieg ist schuld' noch nicht wirklich.

Neid, ok, sicher auch ein Aspekt. Danke, den hatte ich bislang nicht auf dem Schirm.
Geht in die Richtung: Frauen sind anders als Männer, haben was, was die nicht haben, das ist gemein, ungerecht, schürt Neid. ja, kann ich psychologisch nachvollziehen.
 
 

Ich meinte nicht, sie sollten jetzt privilegiert sein. Mir ging es darum, warum das Patriarchat entstanden ist.

Die Amazonen sind schon in der Antike als Männerphantasie betrachtet worden. Matriarchate gab es in der Geschichte immer wieder und wurden durch Krieg beseitigt. Es gibt nachwievor einzelne Kulturen, die friedlich leben und durch Krieg nicht groß bedroht sind, wo sich das gehalten hat. Aber die Mehrheit der Menschheit hat Krieg und Versklavung erlebt, in dem das Primat des Militärs vorherrschend war und damit auch das Partiarchat. Denn Hand in Hand fand auch der Übergang der religiösen Führung von Männern zu den Frauen statt, bedingt durch das Primat des Militärs. Das hat auch die Weltanschauung verändert und Hierarchien hervorgebracht und verfestigt.
 
 

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist kategorial. Ein Mann kann das, was eine Frau durchlebt, wenn in ihrem Körper ein neuer Mensch entsteht, niemals verstehen oder nachempfinden können. Ich habe es zweimal erlebt: Wenn die Liebste im Kreißsaal nach Monaten der Beschwernis ein Kind gebiert; unter Schmerzen. Das war mir ein Erlebnis von ganz eigentümlicher Art: Ich konnte eigentlich nicht teilnehmen. Ich war dabei, aber ich konnte nur physisch anwesend sein und alles tun, was in meiner Macht stand, um einfach nur dazusein. Das hat meiner Frau nicht geholfen; natürlich nicht, und ich habe ein paar Jahre hernach allen Männern empfohlen, der Geburt nicht beizuwohnen.

Heute weiß ich, daß es wichtig ist. Jeder Mann muss wissen, was es für seine Liebste bedeutet, die Brut der Liebe hervorzubringen. Das ist eine Leistung, die nicht überbewertet kann. Nicht nur, weil die Frau einen wachsenden Bauch durch die Welt zu tragen hat; nein! Sie hat ein Kind durch ihren engen Kanal hindurch in die Welt zu bringen, der bisher dem Schwanz ihres Liebsten vorbehalten war.

Ein großes Problem ist, daß nach der Geburt des ersten Kindes die Libido erstirbt. Ich weiß nicht, warum, aber ich habe ein paar Ideen dazu.
 
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wie gesagt
es geht mir nicht um Verherrlichen oder auf_die_Knie_gehen.
Das magst du gerne mit der Mutter deiner Kinder tun, hilft in Sachen Patriarchat aber nicht wirklich weiter.
 
 

ich bitte untertänigst um verzeihung, liebe perseida.
 
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es
beginnt nervig zu werden, das ist dir klar?
 
 

plantnurse wollte nur zum Ausdruck bringen, aus seiner persönlichen und wie ich finde auch berührenden Sicht, dass der von perseida angesprochene Unterschied eigentlich dazu führen müsste, dass Frauen eigentlich eher privilegiert sein müsste, als jahrhundertelang und auch heute noch unterdrückt zu sein.

Der Neid, als Gegenstück zu der Bewunderung hat vielleicht dazu beigetragen, dass aus der Bewunderung, als Negierung und Leugnung dieser Besonderheit eine Geringachtung und Unterdrückung geworden ist.

Die Besonderheit der Gebärfähigkeit geht aber auch handinhand mit der Menstruation. Die monatliche Blutung hat im Bewusstsein der Menschen sich eingegraben und auch hinsichtlich der Stellung der Frauen sicher eine Rolle gespielt.
 
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Die Geburt des Kindes muss nicht die Libido ersterben lassen, war bei mir jedenfalls nicht so und bei vielen anderen Frauen auch nicht.

Aber *zumthema*

Nicht umsonst ist die Göttin der Fruchtbarkeit/des Frühlings/der Landwirtschaft in vor-christlichen Kulturen eine Frau. Wir wissen nicht, wie die "Herabsetzung" der Frau geschaffen wurde, wie aus "ist schutzbedürftig, weil sie gerade geboren hat" ein "ist rechtlos und weniger wert" wurde. Wir waren nicht dabei, es gibt keine schriftlichen Quellen.

Vielleicht hat es wirklich etwas mit dem Sesshaft-Werden und mit dem Besitz von Land zu tun. Ich finde es interessant, dass Abel ein Hirte (Nomade) und Kain ein Landwirt (sesshaft) ist, vielleicht spiegelt sich in dieser Geschichte auch eine gesellschaftliche Veränderung. Wie dem auch sei, dass Nomaden per se friedlicher und gerechter sind, stimmt ja so auch nicht.

*gruebel*

Jedenfalls haben wir das Patriarchat bei den alten Griechen und den Rönern. Und als das römische Reich christlich wird, wird diese Religion eine "Männerkirche", Frauen verschwinden aus der Tradition und aus den Erzählungen um Jesus. Sie werden sogar zur "Quelle allen Übels", Eva ist diejenige, die die "Sünde" in den Garten Eden gebracht hat.

Und dagegen kämpfen wir bis heute. Und ja, ich kann mir vorstellen, dass diese weibliche Kraft den Männern irgendwie sehr imponiert hat ...
 
 

die Geschichte von Kain und Abel spiegelt nur die Abneigung der nomadischen frühen Juden gegen die sesshaften Völkern. Genau wie das Verbot des Verzehr von Schweinefleisch.

Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass die zunehmende Spezialisierung der Gesellschaften und der Vorrang des Militärs männiche Führung hervorgebracht, die sich in alle bereiche ausgestreckt hat bis hin zu Auswüchsen an Misogynie. Gerade in der Religion, wie Katharina richtig sagt, wurde viel umgeschrieben und die Frauen herausgedrängt. Das war lange vor dem Christentum und fand in anderen Kulturen und Religionen in unterschiedlichem Maße genauso statt. So konnte der Vorrang der Männer durch göttliche Bestimmung zementiert und den Menschen implementiert werden.
 
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... "wie
Katharina richtig sagt? "
Sind wir gerade wieder mitten im mansplaining Himmel gelandet?
*huch*

wie wäres es, wenn die Herren einen eigenen kleinen Stuhlkreis gründen, um sich dort in Ruhe auszutauschen?
 
 

Jeder Mensch ist gleich wichtig in unserer Welt und auch Frauen haben und tun es immer noch zu ihrer eigenen Unterdrückung beigetragen, es ist eben auch anstrengend sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen.
LG britt_s
 
 

Ich mansplainer? Darf ich nur Männern recht geben? Wird das was ich sage und schreibe immer in dem Licht betrachtet, dass ich ein Mann bin.

Ich dachte hier wäre ein Forum wo es keine Rolle spielt, welches Geschlecht man hat.

Stuhlkreis zu zweit ist schwer, wenn ich dir mal ungefragt Geometrie erklären dürfte.
 
JOY-Angels
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Frauen tragen zu ihrer eigenen Unterdrückung bei ?

*gruebel*

Es gibt und gab sicher welche, die sich ein sicheres und problemloses Leben wünschen. Aber ist es das ? Meine Mutter war so eine "Nur-HAusfrau"... abgesehen davon, dass sie es nie besonders gemocht hat, hatte sie auch Probleme zu lösen, gab es Kummer und Sorgen in ihrem Leben. Nur, weil der Mann das Geld verdient, geht es der Frau nicht automatisch immer gut.

Wenn man in der unterlegenen Position ist, dann passt man sich an. Wenn man die Ideologie verinnerlicht hat ("Gottes Wille"), dann beugt man sich ihr und gibt sie an die Töchter weiter.

Aber es gab schon immer Frauen, die sich dem widersetzten.
 
 

Ich habe heute am Strand gesehen wie eine Frau einen Mann verprügelt hat und auf das übelste beschimpft, er hat sich nicht gewehrt obwohl er bestimmt 60 kg mehr gewogen hat als die Frau.
Ungerechtigkeiten gibt es auf beiden Seiten.
 
 

Sind unsere Gehirne so unterschiedlich, dass sich daraus Aussagen über männliche oder weibliche Intelligenz ableiten ließen? Nein.
(Perseida)

Aber ja doch! Ich hatte vor einiger Zeit die Aufmerksamkeit der Mitlesenden und Mitschreibenden dieser Gruppe auf Vera F. Birkenbihl gelenkt, die neben einer Unzahl hörenswerter Vorträge auch jenen der Öffentlichkeit schenkte, den man bei youtube unter >Vera F Birkenbihl Männer Frauen< findet. Ihr habt ein wenig Zeit zu investieren, um ihr zu folgen, aber ich verspreche Euch, daß es ein Gewinn sein wird, ganz gleich, was Ihr Euch von dieser Frau anhört.

Männer und Frauen unterscheiden sich, weil ihre Gehirne sich unterscheiden, nicht nur ihre Körper. Das muss man wissen, wenn man sich zu einer Äußerung über Männer und Frauen erhebt.

Könnte es sein, das ist der Gedanke, der sich für mich an diese Überlegungen anschloss, könnte es sein, dass genau diese kraftvolle, mächtige Fähigkeit Leben zu geben, das ist, was Männern so Angst macht?
(Perseida)

Daß Männer Angst haben, scheint mir ein Fetisch von Perseida zu sein. Sie hat bereits mehrfach diese Überzeugung zu Markte getragen. Das ist zwar bedauerlich, aber es ist nunmal so.

Es mag Männer geben, die Angst vor Frauen haben. Ich kenne keine persönlich, aber es mag sie geben. Ich habe eher Angst vor Männern, aber das ist nur eine Nebenbemerkung.

Perseida fragt nach dem Gebärmutterneid, und ich kann ihr erwidern: Ja! Ich habe diesen Neid.
 
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ich denke auch,
dass es sich einfach in der Gesellschaft eingebürgert hat, sich in die Verhältnisse zu fügen. Wie Katharina schreibt, Frauen wie Männer haben sich angepasst an den status quo. Und der besagt nunmal 'Männer das starke Geschlecht - Frauen das schwache Geschlecht'. Mit allem, was daraus folgt.
Werden wir zu Frauen erzogen? Ja. Werden wir zu Männern erzogen? Ja.

"Der zahme Vogel singt von der Freiheit. Der wilde Vogel fliegt" - fällt mir dazu immer ein: wir haben dieses patriarchale Gesellschaftsmodell doch so verinnerlicht, dass wir oft gar nicht bemerken, wenn wir nur wegen eines vorgegebenen Musters so reagieren, wie wir reagieren.

Dass es Frauen gibt, die ihre Partner scheiße behandeln, genauso wie es Männer gibt, die ihre Partnerinnen scheiße behandeln, zeigt in meinen Augen nur, dass Menschen eben Menschen sind und nicht wirklich so viel anders, nur weil sie ihre Genitalien innen oder außen tragen. Daher, ja @britt_s, Ungerechtigkeiten gibt es immer, denke ich, wo Menschen mit ihren Fehlern, Bedürfnissen und Erwartungen aufeinandertreffen.

Und nochmal: ich bin auch nicht der Meinung, Frauen seien die besseren Menschen! Was ich nur nicht verstehe, ist, warum sie klein und unsichtbar gehalten und unterdrückt werden.

Nein, plantnurse, die Gehirne von Männern und Frauen unterscheiden sich nicht. Dass ihre Denkmuster sich unterscheiden, heißt nicht, dass sie grundsätzlich anders sind. Das heißt nur, dass sich die Strukturen der gleich angelegten Gehirne anders entwickeln, je nach der Umwelt, auf die ein Mensch trifft. Die Epigenetik widmet sich intensiv diesem Thema, falls du wissenschaftliche Unterfütterung brauchst.
Im übrigen "erhebe ich mich nicht zu Äußerungen": ich äußere mich einfach. weil mich ein Thema interessiert, umtreibt. Ich bitte dich, solche Unterstellungen stecken zu lassen. Für deinen Minderwertigkeitskomplex kann ich nix.

Die Angst der Männer vor Frauen ist mein Versuch einer Erklärung woher diese jahrhundetelange, grausame und mit Vehemenz betriebene Unterdrückung der Frauen rührt. Solange mir keine plausible andere Ansicht präsentiert wird, bleibe ich dabei.

Der Krieg als Folge der Sesshaftwerdung befriedigt mich nicht als Antwort. Denn auch matriarchale Gesellschaften (die ich auch keineswegs als besser ansehen, nur dass wir uns nicht falsch verstehen!) haben Kriege geführt. Ohne dass die gesellschaftliche Ordnung gekippt wäre. Es muss also noch was anderes passiert sein, in dieser Zeit, als plötzlich die Vätergötter begannen, den Pantheon zu beherrschen und schließlich sogar der Monotheismus geboren wurde.

@Ulysses: nein, mansplaining bedeutet nicht, dass du nur Männern recht geben darfst. Es zeigt sich in der Art, wie du Frauen recht gibst.
und doch: Überraschung! in dieser Gruppe spielt es eine Rolle, welches Geschlecht wir haben. Nicht umsonst heißt der Laden Flinten_Weiber.
 
 

Das war keine Unterstellung. Ich sagte ja nicht, daß Du Dich über jemanden erhebst.

>Minderwertigkeitskomplex< ist hingegen unmissverständlich. Das verstößt gegen die Joyregeln.
 
JOY-Angels
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Es gibt so statistische Tatsachen wie die, dass Männer mehr Muskelmasse haben als Frauen ... und Frauen brauchen ihre Fettpolster, um während der Schwangerschaft und Stillzeit Reserven zu haben - von daher unterscheiden wir uns im Körperbau. Aber die Gehirne ?

Dieser Artikel stellt das dar, was ich auch auf anderen wissenschaftlichen Seiten gefunden habe: dass die neueren Forschungen ergeben haben, dass Männer- und Frauenhirne so unterschiedlich nicht sind.

Menschliche Gehirne lassen sich nicht einfach in männlich und weiblich einteilen. Obwohl Unterschiede bestehen, besitzen die meisten Menschen ein Mosaik aus weiblichen und männlichen Anteilen. Das berichtet ein Forscherteam aus Israel, der Schweiz und Deutschland in einer neuen Studie.
Links nur für Mitglieder

Und so ist es wohl, dass die Unterschiede innerhalb der Männer und Frauen größer sind als die zwischen den beiden Geschlechtern.

(Das erinnert mich daran, dass im 19. Jahrhundert zur Zeit de Imperialismus auch "wissenschaftliche" Untersuchungen ergaben, dass dunkelhäutige Menschen weniger intelligent sind...)

Es gibt so Eigenschaften, die man als "typisch weiblich" ansieht und welche, die "typisch männlich" sind und jede/r von uns ist eine Mischung aus beidem, die bei jeder/m anders ist.

Wenn ich mir angucke, was Frauen so leisten mussten im Laufe der Geschichte ... wie sie in Kriegs- und anderen Notzeiten ihre Familien über Wasser hielten, wie sie auch wieder aufbauten ... nein , "schwächer" sind Frauen nicht.

Auch nicht weniger intelligent - sogar in Zeiten, in denen Mädchen nicht dieselben Bildungschancen hatten, gab es außergewöhnliche Frauen in Wissenschaft und Literatur. Aber die Umstände waren immer anders. In "A Room of One's Own" argumentiert die englische Schriftstellerin Virginia Woolf, dass Frauen mit denselben Talenten wie Männer dennoch schlechtere Chancen hatten, z.B. weil sie keinen Zugang zu Bildung hatten und weil sie nicht mal ein eigenes Zimmer bekommen, in dem sie schreiben, malen und komponieren konnten.

Jede von uns, die nicht mal einen Brief zuende schreiben konnte, weil die kleinen Kinder versorgt werden mussten, weiß, was gemeint ist.

Felix Mendelssohn Bartholdys ältere Schwester hat auch komponiert, aber sie konnte ihre Werke nicht veröffentlichen. So scheint es, dass einige der Chorsätze ihres Bruders eigentlich von ihr sind, aber nur unter seinem Namen erscheinen konnten.

Was ich sagen will: Frauen wurden eben klein gehalten. Und heute geschieht das auch noch - da könnte ich auch stundenlang drüber schreiben.

Woran es lag ... das ist ja die Frage hier ... also, da finde ich auch keine eindeutige Antwort. Dass die Unterdrückung der Frauen ungerecht und grausam und unerbittlich war, das sehe ich auch so ... vielleicht dann doch die "Angst" ?
 
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das eben, Katharina,
meine ich: jedeR von uns kann im Grunde seitenweise über solche Erlebnisse, Beobachtungen, Erfahrungen, Gedanken schreiben, weil wir es alle erleben. Tagtäglich.

Und ich will in solchen Fällen den Dingen gerne auf den Grund gehen. In der Hoffnung hier in der Gruppe tiefer graben zu können, wenn wir unser Schwarmbewusstsein zusammenkullern lassen, hab ich die Gedanken eben mal gepostet.
*grins*
 
 

Also die These ist doch, dass es eine Art Uterusneid geben könnte, der mitgewirkt haben könnte bei der Etablierung des Patriarchats. Das halte ich für plausibel. Denn selbst, wenn Männer ihren Penis der Vagina, das Eindringen dem Eingedrungensein überlegen sehen bleibt noch der Uterus und damit das "Auserwähltsein" der Frauen die gemeinsame Frucht zu tragen. Das kann schon sein, dass dieses unterdrückte Unterlegenheitsgefühl den Wunsch hervorrief den Überlegenen zu "besiegen" und aus der "magischen, mystischen" Besonderheit eine Funktion werden zu lassen, über die mann bestimmen konnte.

Ich glaube aber nachwievor, dass zusätzlich Frauen wegen ihres hohen Wertes für die ersten Gesellschaften schützenswerter waren und aus diesem Grund und wegen der körperlichen Überlegenheit der Männer aus den Kampfverbänden verschwanden. Und mit der zunehmenden Bedeutung des Miltärs kam auch das Patriarchat. Dazu kommt, meine ich, dass der Grat der Gewaltbereitschaft und Gewaltanwendungen bedingen konnt, die Frauen immer mehr zu schützenswerten Personen oder begehrenswerten Besitz, bzw. Ware machte. Assoziationen aus der Landwirtschaft werden früheren Gesellschaften noch stärker in den Sinn gekommen sein, wie uns heute.
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod

Warum
wohl konnte "Mann" sich nicht entscheiden ob Frau nun gut oder schlecht ist?
Warum wohl wurde Frau hoch gelobt und verdammt als etwas böses, schlechtes, schmutziges? Weil es nicht greifbar war und "Mann" sich nicht vorstellen konnte wie es möglich sein sollte Kinder unter massivem Schmerz zur Welt zu bringen, es zu überleben und dabei dann doch auch noch fürsorglich, liebevoll und ruhig zu bleiben.

Dem könnte man sich nun also ergeben oder einfach einen anderen Weg gehen. Viele Frauen gehen einen anderen Weg und doch ist es so das sich negatives auch weiterhin in den Menschen festgesetzt hat. Matriarchalische Gesellschaften funktionieren übrigens sehr gut - wenn es sie auch in unseren Breitengraden nicht gibt.

Meine persönliche Meinung ist ich benötige niemanden der für mich denkt und mir meine Gedanken und Ergebnisse wegnimmt oder im Vorfeld erklärt. Selbst wenn ich mir die Mühe machen würde heisst es übrigens noch immer nicht das Mann oder Frau bei dem identischen "Vortrag" auch das identische Verstehen und daraus für sich mitnehmen.

*troest* armer schwarzer Kater
 
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ich glaube, ich weiß
jetzt, warum mir der Gedanke mit dem Krieg als Grund nicht genügt.
Wenn Frauen als etwas Schützenswertes angesehen werden, als etwas Wertvolles, und daher nicht kämpfen dürfen, sondern im Gegenteil beschützt werden müssen, ist die Trennung ja schon passiert: hier der starke Mann, da die schwache Frau.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass selbst eine kriegsführende matriarchalische Gesellschaft so nicht gedacht hat.
In dem Moment, wo Frauen als das betrachtet werden, das geschützt oder verteidigt werden muss, sind wir mitten drin im Ungleichheits-Denken.

Also muss davor etwas passiert sein, das das Denken derart hat umschwenken lassen.

Klar, may, mir geht es mit der Frage auch weniger um all die Menschen, die früher schon oder heute ihren eigenen Weg - in mehr oder weniger großem Widerstand mit der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung - gehen, sondern ich will endlich verstehen, wie das passieren konnte, was wir tagtäglich er_leben und von dem wir uns, falls es uns bewusst wird, qualvoll und gegen Widerstände, befreien.
Denn klar, Vorbilder gibt es wahrlich zur Genüge und die tun auch not!
Ich habe vor allen Menschen Respekt, die bewusst nicht blindlings den vorgegebenen Pfaden einer Gesellschaft folgen, sondern genau überlegen 'passt das, passt das nicht'?
 
 

In dem Moment, wo Frauen als das betrachtet werden, das geschützt oder verteidigt werden muss, sind wir mitten drin im Ungleichheits-Denken.

Also muss davor etwas passiert sein, das das Denken derart hat umschwenken lassen.
Perseida

Nur noch das zur Kriegstreiberei: Warum vorher? Und wieweit vorher? das war vielleicht schon beim australo so.

Ich kann mir auch gut folgendes Szenario vorstellen. Mehrere Menschengruppen konkurrieren um Jagdgründe. Effektikeve Mittel sind natürlich die Diplomatie oder der offene Kampf auf dem Feld, respektive andere kriegerische Mittel. Kann sich die eine Gruppe gebärfähige Frauen der verfeindeten Gruppe bemächtigen, gewinnt die erste Gruppe doppelt. Die gegnerische Gruppe verliert eine lebensnotwendige Ressource, während die eigene Gruppe eine hinzugewinnt. So haben die Römer die anhaltende und existentielle Gefahr der Sabiner entschärft.

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