Flintenweiber in Geschichte und Gegenwart

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ThemenerstellerJOY-Angels
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20. Okt 16

Zarin Elisabeth noch Zarin Katharina die Große oder Elisabeth I von England
waren aber Ausnahmen.

Elisabeth hat ja auch bewusst darauf verzichtet, ihre "Weiblichkeit" zu leben, z.B. Mutter zu werden, weil sie ihre Stellung und ihr Ansehen immer wieder verteidigen musste. Ihr Vater hat extra eine dritte Frau geheiratet, um einen männlichen Thronerben zu haben, damit die Erbfolge auch wirklich anerkannt wurde. Dass dieser dann sehr früh starb und so auch seine Nachfolgerin, die Tochter, die Heinrich VIII mit seiner ersten Frau hatte, machte den Weg frei für Elisabeth.

Deren Mutter um die Eheschließung hart gekämpft hat und die dann auf dem Scheiterhaufen endete, was auch das Ende von Elisabeth hätte bedeuten können.

Alles keine Voraussetzungen, die ich so als "normal" und "von allen anerkannt" sehen würde.
 
 
20. Okt 16

Wer mehr Macht will
muss kämpfen, das gilt fast ausnahmslos für Männer und Frauen. Weil wir nun seit mehreren tausend Jahren in einer von Männern dominierten Welt leben, so mussten und müssen Frauen in allen Belangen noch ein Quäntchen besser sein. Wir haben doch als Frau gerade mal seit "ein paar Stunden" mehr Rechte. Solange aber die überwiegende Mehrheit der Frauen glaubt, mit Demutshaltung, Freundlichkeit und einem Übermass von vorauseilendem Gehorsam mehr Rechte von den "Herren der Schöpfung" zu bekommen, so irren sie sich gewaltig.

Wie sagt mein Mann so treffend: "Solange ihr glaubt, dass der Mensch im Grunde edel, treu und ehrlich ist, habt ihr es nicht besser verdient. Ihr müsst die wirklichen Eigenschaften der Menschen erkennen und entsprechend handeln. Der Mensch wird im Grunde mehr oder weniger getrieben von Neid, Missgunst und Hinterhältigkeit!"

Ich schließe mit einer Strophe vom Fussich Julche:

...
Wir sind nicht gegen die Männer
Wir mögen sie furchtbar gern.
Wir sind nur nicht leicht zu haben
Fisternöllche liegen uns fern.

Denn mir sin kölsche Mädcher
Hann Spetzebötzjer an
Mir lossen uns nit dran fummele
Mir lossen keiner dran.
...
*liebguck*
 
 
20. Okt 16

Ergänzung
Nach einer Diskussion mit meinem Mann riet er mir, eine Strophe aus seinem Lieblingsgedicht "Lehrsprüche des Priors, Dreizehnlinden" zu posten. Da ich nicht beratungsresistent bin, habe ich überlegt und den Vorschlag als gut akzeptiert, denn er spiegelt unser Los in meinen Augen:

...
Wissen heißt die Welt verstehen;
Wissen lehrt verrauschter Zeiten
Und der Stunde, die da flattert,
Wunderliche Zeichen deuten.
Und da sich die neuen Tage
Aus dem Schutt der alten bauen,
Kann ein ungetrübtes Auge
Rückwärts blickend vorwärts schauen.
Denn solange Hass und Liebe,
Furcht und Gier auf Erden schalten,
Werden sich der Menschheit Lose
Ähnlich oder gleich gestalten....
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